Jakob Weinrich – Ihr Rechtsanwalt in 1070 Wien.

Scheidung: Hund, Katz und Maus

Zwischen Mensch und Tier entstehen emotionale Beziehungen. Manche sprechen sogar von einer Seelenverwandtschaft. Doch wem verbleibt der Familienhund (Katze oder Maus) im Fall der Scheidung?

Nach österreichischem Recht sind Tiere zwar keine Sachen, allerdings finde n die Vorschriften des Sachenrechts auf sie Anwendung. Somit sind die liebsten Gefährten, sofern sie während aufrechter Ehe in die Familie aufgenommen wurden, als eheliches Gebrauchsvermögen einzuordnen. Im Scheidungsfall wird dieses aufgeteilt. Doch wie genau?

Zunächst können Ehegatten dies im Einvernehmen regeln – Bei der Einvernehmlichen Scheidung ist dies sogar Pflicht. Wenn dies nicht möglich ist, entscheidet das Gericht – nach Billigkeit. Für die Zuordnung des Haustieres hat der OGH zuletzt die stärkere emotionale Bindung und die zukünftig besseren Fürsorge- und Haltungsmöglichkeiten als maßgeblich betrachtet.

Um die Entscheidung über seine liebsten Gefährten (und auch das übrige Gebrauchsvermögen) nicht dem Gericht zu überlassen, kann man dies auch vor der Scheidung regeln selbst – mittels Vorwegvereinbarung. Damit kann man regeln, wem der Familienhund, die Katze oder Maus im Fall der Scheidung verbleiben soll. Sogar ein Besuchsrecht kann darin aufgenommen werden.

Da Trennungen auch an unseren Vierbeinern nicht spurlos vorübergehen, ist eine derartige, einvernehmliche Lösung ratsam.