Nichts bleibt derzeit vom Coronavirus (COVID-19) unberührt – So greift dieses auch wesentlich in unser Privat- und Familienleben ein. Dies betrifft auch (Ehe-)Paare, die kurz vor oder in einem laufenden Scheidungsverfahren stehen. 

Durch die von der Regierung angeordnete Fristenhemmung, haben die Gerichte sämtliche nicht unaufschiebbaren Verhandlungen vorläufig (zumindest auf Anfang Mai) verschoben. Darunter fallen auch Scheidungstermine.

So sind viele, die sich derzeit kurz vor oder in der Phase der Trennung und / oder der Verhandlung ihrer Scheidungsvereinbarung befinden angehalten auszuharren. Konkret ist fraglich, wie angesichts dieser Situation gehandelt werden kann. Gerade weil viele Paare aufgrund der Ausgangsbeschränkungen veranlasst sind, zusammen zu wohnen, wird befürchtet, dass ein Verlassen des Partners eine (schwere) Eheverfehlung bedeuten kann.

Durch den Abschluss einer Trennungsvereinbarung kann allerdings vertraglich Abweichendes vereinbart werden.

Insbesondere kann der Status Quo beweissicher festgehalten werden. So können etwa eheliche Verpflichtungen wie etwa die Beistandspflicht oder die Pflicht zum gemeinsamen Wohnen einvernehmlich aufgehoben bzw sich die Eheleute verpflichten, bei einer Verletzung kein Verschulden abzuleiten. Auch lassen sich damit Regelungen treffen, die in den Scheidungsvergleich vor Gericht aufgenommen werden sollen.